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Bräuche, die niemand mehr braucht

Tauben fliegen lassen

Tauben symbolisieren Frieden und Treue. Bei diesem Brauch lassen Braut und Bräutigam nach der Trauung zwei oder auch mehrere Tauben fliegen. Auf diese alte Tradition solltet ihr jedoch dem Tierwohl zuliebe verzichten. Bereits der Transport und das Berühren bereitet den Tieren großen Stress. Aber oft sind die, für diesen Zweck gezüchteten, Tauben auch orientierungslos und finden den Weg nach Hause nicht.

Luftballons steigen lassen

Oft lassen auf Hochzeiten Brautpaar und Gäste Luftballons mit Wünschen für das Paar steigen. Das sieht im ersten Moment immer sehr schön aus, aber ist auch pure Umweltverschmutzung. Die Luftballons landen als Plastikmüll in unserer schönen Natur. Auch für Tiere ist dies nicht sehr vorteilhaft.

Reis werfen

Wenn das Brautpaar aus dem Standesamt oder der Kirche kommt, wird Reis auf das Paar geworfen und soll für Fruchtbarkeit und Glück stehen. Es gibt dabei jedoch mehrere Probleme. Erstens seid ihr ewig damit beschäftigt, den Reis wieder aus Haaren und Kleidung zu entfernen. Im schlimmsten Fall zerstört die Braut sich ihre Frisur. Zweitens wird der Reis oft nicht weggefegt, sodass Vögel in gern mal fressen, was nicht gut für sie ist. Deshalb ist es auch bei vielen Locations gar nicht mehr erlaubt. Es gibt tolle Alternativen zum Reis: Wedding Wands, Seifenblasen oder Blumen.

Herz ausschneiden

Nach der Trauung warten die Gäste mit einem gespannten Bettlaken und das Brautpaar soll mit kleinen Nagelscheren ein Herz ausschneiden. Anschließend trägt der Bräutigam seine Braut auf Händen durch das Herz. Gäääähn! Dieser Brauch ist schon so ausgelutscht und total überflüssig. Es dauert zu lange, ist anstrengend und langweilt die anderen Gäste (und höchstwahrscheinlich auch euch).

Baumstamm sägen

Genau wie die Sache mit dem Herz ausschneiden - total ausgelutscht, viel zu anstrengend und langweilig. Der Baumstamm soll ein Hindernis in der Ehe darstellen, welches das Brautpaar gemeinsam lösen soll (in dem Fall einmal durchsägen). Nette Symbolik, aber ehrlich gesagt, werden in eurer Ehe bestimmt früh genug noch Herausforderungen anstehen; warum solltet ihr euch direkt nach dem Ja-Wort bereits mit einer Säge herumquälen? Und das vielleicht auch noch in der sommerlichen Hitze ...

Brautentführung

Auf jeder Hochzeit, die ich bisher begleitet habe, hat der DJ durchgesagt, dass die Braut versichert wurde und nicht entführt werden darf. Eigentlich kann man aber auch auf diesen Hinweis endlich mal verzichten. Wer macht denn heute noch so etwas? Der Brauch besagt, dass die Braut an einen nahegelegenen Ort entführt wird und der Bräutigam sie mit Hilfe von Hinweisen finden muss. Wenn er seine Frau gefunden hat, muss er die Rechnung für die Getränke zahlen und dann dürfen alle wieder zurück zur Feier. So ein Schwachsinn! Ich finde, dass ist weder witzig noch besonders nett gegenüber dem Brautpaar, das viel Zeit, Mühe und Liebe in die Planung ihrer Hochzeit gesteckt hat.

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©Ann-Christin Bert

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